Vila Rica House

Vila Rica House

Architekt
BLOCO Arquitetos
Standort
Brasilia, Federal District, Brazil | View Map
Projektjahr
2017
Kategorie
Privathäuser
Haruo Mikami

Haus Vila Rica

BLOCO Arquitetos als Architekten

Das Projekt befindet sich in einem ländlichen Gebiet, 40 km vom Stadtzentrum Brasílias entfernt. Die Topographie weist eine leicht abfallende Neigung zur Rückseite des Grundstücks auf, wo ein Tal mit einheimischer Vegetation die Aussicht dominiert.

 

Beide Pavillons sind aus zwei Hauptgründen leicht vom Boden abgehoben: zum einen, um die bestehende Topographie zu erhalten und zum anderen, um das Eindringen von Kleintieren wie Insekten und Eidechsen in das Haus zu verhindern.  Das Schwimmbad befindet sich in einem dritten Plateau, das auf einer niedrigeren Ebene positioniert wurde. Im ersten Pavillon befinden sich das Wohnzimmer, die Veranda, die Garage und andere Dienstleistungen. Der zweite Pavillon, in der Nähe des Swimmingpools, beherbergt die Schlafzimmer. Zwei offene, erhöhte Laufstege verbinden die beiden Pavillons. Die Idee war, den direkten Kontakt mit den örtlichen Wetterbedingungen wie Wind, Geruch und Schall während der täglichen Nutzung des Hauses zu maximieren.

 

Alle Baumaterialien wurden auf der Grundlage von zwei Hauptprämissen ausgewählt: Sie sollten unter den natürlichen Witterungsbedingungen gut altern, wo immer sie gebraucht werden, ohne dass eine ständige Wartung erforderlich ist, und sie sollten ihr "natürliches" Aussehen niemals unter Putz- oder Farbschichten "verstecken". Für die Struktur und die befestigten Möbel wie den Esstisch, die Bänke, den holzbefeuerten Ofen und die Regale wurde Sichtbeton verwendet. Für die Innenböden wurde polierter Beton verwendet. Nur eine Art von sandgestrahltem Naturstein wurde für alle Außenböden, auch im Schwimmbad, verwendet. Eine Art von Sperrholz wurde für Teile der Möbel verwendet, kombiniert mit maßgefertigten Schmiedearbeiten. Eine einzige Schicht aus 12 cm dicken massiven Keramikziegeln wurde für den Bau aller Wände verwendet, so dass die tragenden Säulen niemals in die Trennwände eingelassen sind. Die milden Temperaturen des lokalen Wetters erlaubten es uns, auf eine zusätzliche Isolierung zu verzichten.

 

Die örtlichen Arbeitskräfte verfügten über umfassende Kenntnisse für den Bau des Mauerwerks, hatten jedoch keinerlei Erfahrung im Bau von Sichtbeton. Anstatt zu versuchen, eine glatte Oberfläche für den Beton zu erreichen, beschlossen wir daher, alle Unvollkommenheiten, die dem Bauprozess innewohnen, anzunehmen. Von der Holzschalung hinterlassene Spuren wurden nicht weggeschliffen und kleinere Mängel nicht korrigiert.

 

Alle Bäder haben dachlose Innengärten, die natürliches Licht und Belüftung ermöglichen. Ein gemauertes Gitterwerk bedeckt zwei Ebenen einer Betonstruktur, die als Wasserturm fungiert und Raum für die darunter liegenden Wasserheizgeräte schafft.

 

Die Landschaftsgestaltung zielt darauf ab, viele Exemplare aus der ursprünglichen Landschaft der brasilianischen Savanne wiederherzustellen.

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